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21.8.2008 Die Paletten funken – EPAL startet EPC/RFID-Pilot
Die European Pallet Association (EPAL) testet zusammen mit der Holliger Paletten Logistik AG und Swisscom die Einsatzmöglichkeiten der ECP/RFID-Technologie bei Holzpaletten. Insgesamt werden 1000 Paletten mit einem EPC-Transponder versehen. Mit RFID soll der logistische Weg einer Palette lückenlos verfolgt und die EPAL-Prozesse vereinfacht werden. Die European Pallet Association (EPAL) stellt die Qualität der wieder verwendbaren EURO-Paletten in Bezug auf Produktion und Reparatur sicher. Mit der RFID Technologie will die EPAL die Möglichkeiten schaffen, jede Palette eindeutig und unverwechselbar zu identifizieren. So werden die internen Kontrollprozesse und die Lizenzabgabe vereinfacht. Die Anwendung in der Schweiz wird durch Holliger Paletten Logistik AG getestet.

Die moderne Supply Chain Durch die automatische Erkennung der Paletten in der Wertschöpfungskette ergeben sich neue Wege zur Bewirtschaftung der Ladungsträger bis hin zur Kontrolle und Steuerung der Supply Chain. Harry Jacobi, CEO der EPAL, betonte: «Die standardisierte EPALPalette ist ein wichtiges Element in der ganzen Versorgungskette. Für uns war es deshalb ein logischer Schritt, bei dein Pilotprojekt die EPC Standards von GS1 zu verwenden.» Erfolgreicher Start Das Pilotprojekt startete am 21. Juli 2008. Erste Ergebnisse werden bereits am 5. November 2008 an der EPC Konferenz in Prag bekannt gegeben. Das Projekt wird von GS1 in Europe und den GS1 Organisationen aus der Schweiz und Deutschland unterstützt. Stephane Pique, European Director EPC/RFID, GS1 in Europe, fügt hinzu: «Für uns ist das EPALProjekt von grosser Bedeutung. Sämtliche GS1 EPCglobal-Standards, einschliesslich Gen2 tags, EPCIS und ONS werden dabei berücksichtigt. Das Projekt wird Auswirkungen auf die Supply Chain und die RFID-Industrie haben.» Nicht nur lesen — auch schreiben «Im Pilotprojekt wird nur die unverwechselbare Identifikation der Paletten ausgelesen. Ich kann mir aber durchaus vorstellen, dass in einem zweiten Schritt die Benutzer der EPAL-Paletten ihre transportspezifischen Informationen auf den RFID-Tag schreiben können», ergänzt Thomas Bögli von GS1 Schweiz. Der Chip an der Palette Die Frage nach der besten Platzierung für den RFID-Transponder konnte nach umfangreichen Tests ebenso beantwortet werden wie die nach dem Einfluss von Feuchtigkeit und unterschiedlichen Palettenladungen. Die Tags werden auf dem Mittelbrett der Palette angebracht. Zusammen mit EPAL, dem Reparaturservice Holliger, GS1 Schweiz, GS 1 Germany und GS 1 in Europe erstellte Swisscom ein Globales Prozess- und IT Konzept. Konzeption und Umsetzung Das EPAL Informations-System inklusive der lokalen Infrastruktur (RFID Leser) bei Holliger Paletten Logistik AG wurde von Swisscom in Zusammenarbeit mit dem Partner Seeburger umgesetzt. Die Unternehmungen Swisscom und Seeburger verfügen über ein breites RFID-Wissen und bieten hochperformante und flexible Auto-ID-Lösungen an.
Joachim Heldt - Logistik & Fördertechnik (Ausgabe Nr. 8 - 13. August 2008)
Das Bild zeigt eine EPAL-Paletten mit einem provisorischen RFID-Tag.
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